Repetitive Transkranielle Magnet-Stimulation rTMS

Wir bieten unseren Patienten die innovative Behandlungsmethode unter Einsatz wechselnder Magnetfelder zur Stimulation von Regionen im Gehirn – sie verspricht Besserung bei affektiven Störungen und neurogenen Fehlfunktionen – auch dann, wenn scheinbar nichts mehr hilft!

Warum rTMS?

Viele neurologische Erkrankungen und psychische Störungen werden auf Fehlfunktionen von Nervenzellen im Gehirn zurückgeführt. Diese Fehlfunktionen lassen sich mit Medikamenten oder Psychotherapie recht gut bessern, manchmal so gut, dass man fast geheilt erscheint.

Es treten aber immer wieder Erkrankungen und Störungen auf, die nicht oder nicht ausreichend besser werden. Zudem gibt es Situationen, in denen die Einnahme von Medikamenten nicht sinnvoll oder nicht gewünscht ist. Bei einer Reihe von Erkrankungen wirken Medikamente auch einfach nicht.

In solchen Fällen werden andere Behandlungsansätze gesucht – und gefunden. Die transkranielle Magnetstimulation rTMS stellt eine solche Behandlungsform dar.

Was ist rTMS?

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTKMS/rTMS) ist die wiederholte Anwendung von Magnetwellen zur Stimulation von Nervenzellen im Gehirn. Dadurch können Verbesserungen der Beschwerden von Patienten mit Erkrankungen wie Depressionen, Ängsten, Zwängen, Fatigue u.a. herbeigeführt werden. Während der Behandlung wird durch eine Magnetspule in Pulsen ein elektromagnetisches Feld erzeugt, das durch den Schädel (transkraniell) und die Hirnhaut bis zu den Nervenzellen einwirkt. Durch dieses Magnetfeld werden die Nervenzellen zu elektrischer Aktivität stimuliert und aktiviert.

Magnetwellen – vielfältiges Diagnostik- und Behandlungsspektrum

Seitdem in den 1920er Jahren mit Magnetspulen am Gehirn "merkwürdige" Effekte erzielt worden waren, hat sich viel getan. Elektronisch gesteuerte und kontrollierte Magnetimpulse werden heute von hochkomplexen Geräten am Kopf erzeugt. Die Magnetwellen, die dabei eingesetzt werden, führen zu einer schonenden Aktivierung von Nervenzellen und werden weltweit vielfach angewendet. Egal ob zur Diagnostik bei Schlaganfällen und Verletzungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) oder zur Behandlung von Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen.

Gerade für die Anwendung bei chronifizierten Depressionen ist rTMS wirksam. So wirksam sogar, dass die strenge amerikanische Behörde für Lebens- und Arzneimittel FDA 2008 eine offizielle Zulassung für die Anwendung  zur Behandlung von Depressionen erteilt hat. Viele Studien konnten zeigen, dass hilfreiche Effekte durch rTMS erreicht werden können. Darüber hinaus handelt es sich bei rTMS um ein schonendes Verfahren und ist sehr gut verträglich.

Auch in der deutschen Behandlungsleitlinie zur Depression wird rTMS als wirksames und hilfreiches Behandlungsverfahren aufgeführt.

Die wiederholte Stimulation des Gehirns mit schmerzfreien und unschädlichen Magnetfeldern an definierten Stellen führt dazu, dass der Stoffwechsel von Nervenzellen angeregt wird und neue Verbindungen (Synapsen) entstehen können. Durch die aktiveren Nervenzellen werden auch in anderen Regionen als denen, die man unmittelbar mitd er Magnetstimulation erreichen kann, Effekte induziert. 

Was passiert bei der rTMS Behandlung?

Die Behandlung mit Magnetwellen ist zunächst ungewohnt und wirft Fragen auf. Diese möchten wir im Folgenden so gut wie möglich beantworten.

Für alle Fragen darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, einen Beratungstermin in unserer Praxis zu vereinbaren und unseren Patientenaufklärungsbogen zu Rate zu ziehen.


Wie lange dauert die Behandlung?
Eine typische Sitzung in unserem Behandlungsraum dauert 30 bis 60 Minuten und wird ohne Anästhesie oder Narkose durchgeführt. Die Patienten sitzen entspannt in einem Liegesessel. Zu Beginn der Behandlung wird eine Magnetspule mithilfe eines Haltearms am Kopf des Patienten positioniert. Handelt es sich dabei um einen Patienten mit Depressionen, wird der Haltearm so positioniert, dass unter der Magnetspule eine Hirnregion liegt, die mit Stimmungssteuerung in Verbindung gebracht wird.

Eine Nachsorge ist nicht nötig. In der Regel muss die Behandlung 10-15 mal durchgeführt werden, also täglich einmal für etwa 2-3 Wochen, um eine gute Aussicht auf Erfolg zu bieten.

Wie kann mein Arzt sicher sein, dass die richtige Hirnegion stimuliert wird?
Weil die Magnetimpulse nicht weiter als etwa 5 cm in das Gehirn hineinwirken, können die Ärzte im NPZ sehr gut auswählen, welche Teile des Gehirns stimuliert werden und welche nicht. Das Magnetfeld ist etwa so stark, wie bei einem üblichen Magnetresonanz-Tomographen (MRT).

Verspüre ich Schmerzen während der Behandlung?
Wenn das Magnetfeld angeschaltet wird, kann es dazu kommen, dass auf der Kopfhaut oder am Kopf ein „kribbelndes“ oder „klopfendes“ Gefühl entsteht. Die Position der Magnetspule bei der Behandlung mit rTMS ist nicht immer gleich und verschiedene Forscher haben in der Vergangenheit auch verschiedene Positionen mit unterschiedlichen Erfolgen eingesetzt.

Was kostet die Behandlung?
Die Behandlung mit rTMS wird zurzeit von den gesetzlichen Krankenkassen nur auf Einzelantrag hin übernommen, sodass zunächst eine Abrechnung gegenüber dem Patienten nach Gebührenordnung für Ärzte erfolgt. Bei Privaten Krankenversicherugen ist eine Kostenerstattung in der Regel unproblematisch. 

rTMS_setup
rtms_neuronen

Behandlungsspektrum: Krankheitsbilder

Depressionen

Hilfreiche Lösung mit FDA-Zulassung
Zur Anwendung bei chronischen Depressionen ist rTMS seit 2008 von der amerikanischen FDA offiziell zugelassen.

Angst und Zwang

Bei einschränkenden Verhaltensmustern gute Effekte
Auch bei der Behandlung von Angst- und Zwangsstörungen lassen sich ohne Medikamente gute Effekte erreichen.

Fatigue

Positive Ergebnisse bei unterschiedlichen Ursachen
Sowohl bei Chronic Fatigue Syndrom CFS /ME als auch bei Virus-Fatique und nach neueren Studien wohl auch bei Fatigue bei MS ist rTMS als wirksam beschrieben.

Fibromyalgie

Schmerzreduktion und Antriebssteigerung
Die Effekte von rTMS bei Fibromyalgie sind erst in jüngerer Zeit beschrieben. Hier kann die Reduktion von Schmerzen und eine Verbesserung des Antriebs erreicht werden. 

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